"Anzeiger von Uster" vom 18. Mai 2001

Feuriger Abend im Restaurant Schifflände

nz. Mit leidenschaftlichen Tänzen und rhythmischen Klängen verstand es die Gruppe HECHIZO FLAMENCO am Donnerstagabend, ihr Publikum im Restaurant Schifflände in Maur so zu begeistern, dass es - um Zugaben bettelnd - mit dem Klatschen gar nicht mehr aufhören wollte.

Die Flamenco-Darbietung der Formation HECHIZO FLAMENCO vom vergangenen Donnerstag im Restaurant Schifflände in Maur wurde ein Riesenerfolg. Ein Gast bemerkte nach der Aufführung spontan: «Dies war das Beste, was die Kulturkommission Maur je gebracht hat.»

Die Tänzerin Barbara Hass liebt den Flamenco, weil er eine immense Spannbreite umfasst von tragisch-traurigen zu fröhlichen Liedern, weil darin, wie sie sagt, «das ganze Leben Platz hat». Beim Flamenco gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Stilrichtungen. So verkörpern etwa die Alegrias Lebensfreude und Charme, und ihre Texte handeln vielfach von Meer und Seefahrt. Die Melodien der Siguiriya hingegen klingen dunkel und verzweifelt. Sie widerspiegeln die menschlichen Tragödien, Leiden und Schmerzen in Verbindung mit den gültigen Themen wie Liebe, Leben und Tod.

Enorm starke Aussagekraft

Schon als Kind hatte Barbara Hass fasziniert zugehört, wenn ihr ihre Mutter vom Flamenco erzählte. Vor zehn Jahren fing sie dann selbst zu tanzen an und war völlig hingerissen von diesem Tanz.

Zum Abendessen wurde eine delikate Gazpacho (eine für Spanien typische kalte Tomatensuppe) serviert, als Hauptgang folgte - wie es sich für einen spanischen Abend gehört - eine schmackhafte Paella.

Nach der Pause ging es weiter mit gefühlvollen Liedern der Sängerin Diana Weber. Im Publikum herrschte eine heitere, erwartungsvolle Stimmung. In ihren Solo-Performances gaben die beiden Flamenco-Tänzerinnen Barbara Hass und Judith Hardegger ihr Bestes: Mal vollführten sie langsame Drehungen mit weit ausholenden Armbewegungen, dann wurden ihre Bewegungen plötzlich immer schneller, kraftvoller, leidenschaftlicher. Mit fliegenden Röcken wirbelten sie über die Bühne, ihr rhythmischer, durch Händeklatschen und anfeuernde Zurufe unterstützter Stepptanz wirkte elektrisierend. Ihre Mimik glich einem ständigen Wechselspiel zwischen Freude, Leid und Schmerz.

Wesentlich zum Erfolg des Abends trugen sicherlich auch die bislang noch unerwähnten Gruppenmitglieder von HECHIZO FLAMENCO bei, wie der Gitarrist Oliver Bosshard, Roland Senft mit seinem Bandoneon, oder die beiden Perkussionisten Mark Brazil und Marc Baumgartner.




 

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